Wir haben uns im August 2016 zur Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ angemeldet. Im Rahmen dieser landesweiten Kampagne bedeutet das, dass wir unser bestehendes Engagement mit den Bildungspartnern der Region (Kitas, Schulen, Hochschule) ausbauen.

Dabei geht es um die Unterstützung der Anwerbung, um Kennenlerntreffen mit den Bildungspartnern der Region und die Durchführung von Veranstaltungen im Laufe der Kampagne.

 

 

Schülerinnen und Schüler der HNG werden zu Forscherinnen und Forscher!

Heinz-Nixdorf-Gesamtschule führte in Kooperation mit dem NABU die Aktion "Plastikpiraten" durch.

Mit der Aktion "Plastikpiraten" des Wissenschaftsjahres 2016/17 gehen Schulklassen und Jugendgruppen auf Forschungsexpedition für den Meeresschutz. Vom 1. Mai bis 30. Juni untersuchen sie die Plastikbelastung heimischer Flüsse und Bäche. Dabei werden Jugendliche
von 10 bis 16 Jahren zu Forscherinnen und Forscher und untersuchen Plastikmüll in Flüssen und Bächen. So auch Schülerinnen und Schüler des 7. Schuljahres der HNG, die zusammen mit Biologielehrerin Raphaela Dräger in Kooperation mit dem NABU eine Unterrichtseinheit im Rahmen der Aktion "Plastikpiraten" durchführen konnten. Erfreulich, dass die Durchführung im Rahmen der landesweiten Kampagne "Schule der Zukunft" unterstützt wurde. Zunächst ging es darum, heraus zu finden, wo in der Nähe zum Schulstandort der HNG geeignete Bäche oder Flüsse vorhanden waren. Der NABU wurde schnell fündig und konnte Klassenlehrerin Raphaela
Dräger einen flachen Flussverlauf der Lippe mit sandigen Bereichen zeigen, der sich optimal für die durchzuführende Aktion eignete. Entsprechend vorbereitet, trafen sich am Freitag, den 19. Mai die Klassenlehrerin sowie 28 Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe und das neu gegründete"Schule der Zukunft" Team des NABU Natur-Infozentrums Senne, damit die Aktion starten konnte. Für die Umsetzung wurden die Schüler/innen in 5 verschiedene Gruppen unterteilt.  So untersuchte eine Gruppe die Rahmenbedingungen von Ufer und Fluss in Bezug auf Pflanzen und Tiere und maß die Fließgeschwindigkeit.
Eine weitere Gruppe beschäftigte sich derweil mit Müll am Flussufer und steckte hierfür einen Forschungsbereich ab. Eine dritte Gruppe sammelte größere Müllansammlungen im Umfeld des Flussbereiches ein und legte dafür ein größeres Areal fest. Die vierte Gruppe platzierte 60 Minuten lang ein feinmaschiges Netz in der Lippe, um Mikroplastik auszusieben.
Eine fünfte Gruppe dokumentierte und interviewte die anderen Gruppen und bereitete das Material für einen Beitrag auf der Internet-Seite der Schule vor. Schließlich wurden nach der Auswertungsphase, die Ergebnisse an die Kieler Forschungswerkstatt geschickt, damit die dort bundesweit erhobenen Daten der "Plastikpiraten" wissenschaftlich ausgewertet und auf einer Karte sichtbar gemacht werden können. Die Aktion hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht. 

 

Plastik-Piraten forschen

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Delbrück  untersuchen Verunreinigungen am Haustenbach

Das SDZ-Team (Schule der Zukunft) des NABU KV Paderborn konnte in Kooperation mit der Gesamtschule Delbrück  eine weitere Aktion mit dem Thema "Plastikpiraten" mit Schülerinnen und Schülern durchführen. Dazu traft sich die  Bio-AG der Gesamtschule sich am Mittwoch, den 21. Juni unter der Leitung von Biologielehrerin Birte Lehnen, der Lehramtsanwärterin Julia Steinfeld und Mitarbeitern des NABU die Aktion am Haustenbach in Delbrück. Dazu Marcus Foerster, Geschäftsführer des NABU-Natur-Infozentrums Senne:" An dem bundesweiten Projekt beteiligen sich Schulen aus allen 16 Bundesländern. Wenn die Ergebnisse eingeschickt und von der Kieler Forschungswerkstatt ausgewertet wurden, können  über eine digitale Übersichtskarte detailierte Auskünfte über den Zustand heimischer Flüsse und Bäche eingeholt werden. So werden Kinder und Jugendliche zu Forschern und erkennen, wie stark deutsche Fließgewässer mit Plastikmüll belastet sind und sie sollen ein Bewußtsein dafür entwickeln, was zu tun ist, um das zu vermeiden." So konnten auch am Haustenbach  größere Mengen Makro- und Mikroplastik gefunden werden, die nach wissenschaftlichen Methoden gesammelt, gemessen, gezählt und dokumentiert wurden. Nach Einsendung, erfolgt  die Auswertung durch die Kieler Forschungswerkstatt. Dabei wird sich zeigen, welche Fluss- und Bachabschnitte besonders stark mit Plastik belastet sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung entwickelt. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich Schutzmaßnahmen entwickeln, die Flüssen und Meeren und damit den Menschen zugutekommen.